Soziales

Zur Zeit seiner Gründung verstand sich der Bauspielplatz vor allem als Freizeiteinrichtung mit vorrangig handwerklichen Angeboten.

Die Konfrontation mit den Besonderheiten vieler der Kinder und Jugendlichen machte jedoch bald eine Erweiterung des Selbstverständnisses und der Angebote nötig. Ein Teil der Stammbesucher kommt aus problembelasteten, sozial benachteiligten Familienzusammenhängen, in denen es zuweilen sogar an der Grundversorgung mangelt und in denen Gewalt und Alkoholismus keine Seltenheit sind. Einige haben Schulprobleme. Neben handwerklichem Interesse führt sie vor allem die Suche nach Anerkennung und Zuwendung auf den Bauspielplatz. Ihnen gilt die besondere Aufmerksamkeit der Mitarbeiter, ohne jedoch andere Kinder und ihre Interessen zu vernachlässigen.

Die Arbeit der letzten Jahre bestätigte, dass ein betreuter Spielplatz durch die Kombination von Freifläche, kontinuierlicher Betreuung, handwerklichem Angebot und Freiwilligkeit des Besuches hervorragend geeignet ist, freizeit-gestaltendes und sozialpädagogisches Handeln wirksam zu verbinden.

Soziales Lernen

Kinder und Jugendliche haben auf dem Platz die Möglichkeit, im Umgang miteinander und mit den Betreuern soziale Fähigkeiten zu entwickeln und zu üben. Auf dem oft langen und schwierigen Weg zu solidarischem Verhalten, Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen, Verantwortungsgefühl, Kommunikationskultur, Urteilsfähigkeit und gewaltfreien Konfliktlösungsmethoden werden sie von den Betreuern begleitet.

Beratung, Unterstützung, Hilfe

Zu den Aufgaben der pädagogischen Mitarbeiter des Platzes gehört es, als aufgeschlossene, aufmerksame und verlässliche Personen präsent zu sein, vertrauensvolle Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen aufzubauen und ihnen in schwierigen Lebenslagen Unterstützung anzubieten.

Dazu gehört vor allem:

  • Hilfe bei Schulproblemen zum Beispiel durch Hausaufgabenhilfe, Gespräche mit der Schule, Vermittlung von besonderer Betreuung oder von Alternativen zum Erlangen des Schulabschlusses
  • Unterstützung bei Berufsfindung und Lehrstellensuche zum Beispiel durch Kontaktvermittlung zu Anbietern von Berufsorientierung und Berufsausbildung und durch Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen
  • Vermittlung von Hilfe bei persönlichen und familiären Problemen zum Beispiel durch Herstellen von Kontakten zum Jugendamt und zu Beratungsstellen und durch Begleitung zu Krisenunterkünften.

 

 

Pädagogischer Mittagstisch

Einige der Kinder und Jugendlichen, die den Platz täglich besuchen, haben tagsüber keine warme Mahlzeit.

Daher wird regelmäßig gemeinsam Essen zubereitet.

Die Kinder und Jugendlichen sind in die Planung, den Einkauf, die Zubereitung der Speisen und in das anschließende Abwaschen mit einbezogen. Das von den Kindern und Mitarbeitern gemeinsam eingenommene Mittags- und Vespermahl erfüllt neben der Sättigung auch die Funktion einer kulturvollen Begegnung, bei der beispielsweise der Schulvormittag ausgewertet und die Nachmittagsplanung besprochen werden kann.

Finanziert wird das Angebot vor allem über Spenden .