Ökologie

Ökologie, Nachhaltigkeit, Umweltschutz sind häufig Schlagworte. Auf dem Platz wird versucht, möglichst selbstverständlich in diesem Sinne mit den Kindern und Jugendlichen zu leben. Alltagssituationen, zum Beispiel der Kampf um die Mülltrennung, werden genutzt, um sie auf diese Themen aufmerksam zu machen. Der Platz an sich bietet schon gute Voraussetzungen, etwas über die Natur und ihre Kreisläufe zu erfahren: In den vielen Winkeln und Nischen gedeiht eine große Artenvielfalt an Pflanzen, Vögeln und Insekten. Die Ansiedlung von Vögeln wird durch Nistkästen noch unterstützt. Beim Bau des Hauses wurde auf ökologische Gesichtspunkte besonders geachtet. Deutliche Zeugnisse dafür sind die Solarstromproduktion, Lehmwände und das begrünte Dach. Jahrelang wurde auf dem Platz eine Fahrradwerkstatt betrieben; Kinder und Jugendliche bekamen Hilfe beim Schrauben, und ihre Wahl, sich mit dem umweltschonenden Transportmittel Fahrrad fortzubewegen, wurde damit unterstützt.

Garten & Kompost

Zwei kleine Gärten auf dem Gelände des Bauspielplatzes geben die Möglichkeit, den Prozess von Säen, Wachsen und Reifen selbst zu erleben und eine Ahnung von der Mühe und Achtsamkeit zu bekommen, die nötig sind, um zum Erfolg zu kommen. Der Kreislauf schließt sich auf dem Kompost für die Garten- und Küchenabfälle. Übers Jahr verwandelt er sich tatsächlich zu Erde, die den Garten wieder fruchtbarer macht.

Bienen

Seit die Menschen sesshaft sind, gibt es Imkereien. Auf dem Kolle 37 werden gemeinsam mit den Kindern zwei Völker bewirtschaftet. Die Arbeit mit Bienen sowie an den Beuten entwickelt Bewegungsfähigkeit sowie handwerkliches Geschick. Im Umgang mit Bienen wird auch der Umgang mit Gefahren erlernt. In diesem Projekt werden alle Sinne angeregt. Neben der Honigernte sorgen die Bienen für die Bestäubung der im Umkreis wachsenden Pflanzen.

Prenzlberger Orange Bikes

Seit 2001 gibt es auf dem Platz einen Fahrradverleih für Touristen, der von Jugendlichen mit Unterstützung durch einen Fachmann selbstständig betrieben wird. Er ist eine Reaktion auf das Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen, nicht nur zu spielen und abzuhängen, sondern sich auch nützlich zu machen, Verantwortung zu übernehmen, zu arbeiten und Geld zu verdienen – ein Thema, das seit Jahren auf dem Platz präsent ist. Die Gründung wurde ermöglicht durch eine Anschubfinanzierung über das EU-Programm MikroPolis und durch einen Werbevertrag mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR).

Die Räder tragen das markante Orange und das Logo der BSR, das Unternehmen leistet dafür finanzielle Unterstützung. Die laufenden Kosten tragen sich aus Einnahmen. Die Jugendfirma soll ein dauerhaftes Angebot auf dem Bauspielplatz bleiben, immer neuen Kindern und Jugendlichen Lern- und Handlungsmöglichkeiten bieten und darüber hinaus eine Bereicherung für den Stadtteil darstellen.